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Matteo Menardi Ménego

„Höher als die Wirklichkeit steht die Möglichkeit“

— Martin Heidegger, Sein und Zeit, §7

Sprachmittler und Übersetzer

Berater für die Gestaltung von Marketing-Inhalten

Athlet, Sportkletterer und Brand Ambassador

mit über 22 Jahren Erfahrung sowie mehreren Begehungen im Grad 9a rotpunkt und 8b onsight (französische Skala). Ich durfte Italien im Jugendnationalteam vertreten und habe bis 2023 an Wettkämpfen der „Coppa Italia“ teilgenommen. 2015 wurde ich mit 16 Jahren der jüngste Italiener, der eine 9a geklettert hat. Ich bin weiterhin im Umfeld dieses sich ständig weiterentwickelnden Sports aktiv.

Wenn Du einen achtsamen Sprachmittler und Übersetzer benötigst, der Deine Inhalte auf Englisch, Italienisch und Deutsch so übersetzt, dass sie wert sind, gelesen zu werden; wenn Du für Deine Marke weit über die Alpen hinaus werben willst, Dich für neue Märkte vorbereitest und ein größeres Publikum erreichen willst: finde mich hier⬇️

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10.09.2026 · 12.08.2026

Die KI: eine außerirdische Intelligenz und deren Grenzen

Von den Definitionen und von den Lügen, die die Berge nicht erzählen.

10.09.2026

Die KI: eine außerirdische Intelligenz und deren Grenzen

Dovrete aspettare e, nel frattempo, riflettere sulle parole di Han Kang, tradotte così da Milena Zemira Ciccimarra:

<<Quanto è difficile per noi restare umani, qualunque cosa accada? Nella notte più buia il linguaggio ci chiede di cosa siamo fatti, insiste sulla necessità di immaginare i tanti punti di vista delle persone e degli esseri viventi che abitano questo pianeta; il linguaggio ci collega gli uni agli altri. La letteratura, che si fonda sul linguaggio, possiede inevitabilmente una sorta di calore corporeo. E, altrettanto inevitabilmente, leggere e scrivere letteratura vuol dire opporsi ad ogni atto che distrugga la vita.>>

You will both have to wait for me and in the meantime reflect on Han Kang’s words, which I hereby render in English, translating myself Milena Zemira Ciccimarra’s Italian original:

<< How tough is it for us to remain humans, no matter what happens? In the darkest of all obscurities language asks us what we are made of and stresses the need for us to make the many viewpoints of all peoples and creatures that live on this planet earth our own. Language binds each one of us to one another. Literature unavoidably radiates one kind of body warmth, because it builds on language bits. In the very same inevitable manner the creature who reads books and writes literature is an activist fighting against all acts that may eradicate life.>>

12.08.2026

Von den Definitionen und von den Lügen, die die Berge nicht erzählen.

“Sole” in lingua tedesca si esprime al femminile come “die Sonne”. In “ladino antico” “Suredl” si riferiva proprio alla nostra stella, mentre in ladino ampezzano si parla di “soróio” e, volendo precisare, “soróio” e “suredl” derivano dalla stessa radice comune. Entrambe le varianti sono infatti il risultato dell’adattamento nel corso dei secoli della radice latina “sol”.

Insomma, Suredl conferì la forma femminile evocativa del sole, mentre Sörls, toponimo di origine romanza attestato fin dal quindicesimo secolo, fu la base di partenza per il toponimo attuale Die Serles. La targa al Serlesjöchl mi propose quel giorno proprio questa interpretazione. La accolsi così come mi si presentò.

The mount Serles, German “Die Serles”, gets its name secondarily from the ancient Ladin word “suredl”, meaning sun. The sun is also a feminine noun in German as in “Die Sonne”. In Ampezzano Ladin our sun is named “soróio”, with an evident similarity to ancient Ladin “suredl”. Both words come from the same Latin root “sol”. Interestingly enough, Suredl came to be the evocative form for sun, but “Sörls”, a noun that originated from a Romance matrix and had served in written form as main toponym since the 15th century, gave the most logical imprinting to the lemma Serles.

The information board at the Serlesjöchl presented me that day with exactly this interpretation. I accepted it as it showed itself to me.

10.09.2026 · 12.08.2026

Die KI: eine außerirdische Intelligenz und deren Grenzen

Ich werde genau diesen Text auf Deutsch und dessen englischem Zwilling der Maschine und deren klaren Augen übergeben. Bewusst wird es mir sein, dass ich mit einem mächtigen Instrument interagieren darf, das meinen Befehl ausführen wird, den Text zu lesen und mir zu sagen, ob ich etwas übersehen habe. Dies wird mir verstehen helfen, wie ich in dem Fall meine Übersetzungen strukturiere – auch künftig. Noch ein dünner schwarzer Schleier wird auf diese Zeichen geklebt, sodass das Programm deren Wirkung zu mildern scheint, weil mein Schreibstil zum Beispiel redundant ist. Am Ende des Tages wird die Maschine tun, was Maschinen tun, nämlich alles zu den Standardparametern zurückzuführen. Dies wird sie zumindest versuchen und indes meine Worte einnehmen, um die eigenen Speicher zu füttern.

Wohlgemerkt machen wir all das und sind uns dessen bewusst, dass das, was ich, du, sie und alle Menschen schreiben, ein ganz neuer Atemzug ist. Warum? Weil in dem Text, an dem ich gerade arbeite, „Rückenwind“ genau mit „Rückenwind“ ins Italienische übersetzt wird. Aber ich – im Zuge meiner individuellen menschlichen Erfahrung – denke an einen anderen Begriff. Das sage ich nicht, weder dir noch dem jeweiligen LLM-Modell.

Ihr werdet auf mich warten müssen und über die Worte von Han Kang nachdenken. So darf ich die aus dem Italienischen von Milena Zemira Ciccimarra vortragen:

<<Wie schwierig ist es denn für uns Menschen, menschlich zu bleiben, egal was passiert? In der dunkelsten Zeit fragt uns die Sprache, woraus wir bestehen. Sie hält den Punkt, dass die vielen Perspektiven der Menschen und Lebewesen auf dieser Erde unseres Vorstellungsvermögens bedürfen; sie verbindet uns alle miteinander. Die von der Sprache gestiftete Literatur hat notwendigerweise eine gewisse körperliche Wärme in sich. Ebenfalls notwendigerweise sind Bücherlesen und Literaturschreiben ein Akt, der sich dem, was das Vernichten vom Leben angeht, querstellt.>>

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Von den Definitionen und von den Lügen, die die Berge nicht erzählen.

Als freier Bergmensch suche ich immer gute Ansätze, um das Territorium um mich besser kennenzulernen. Während einer dieser spontanen Konversationen bei der Arbeit erfuhr ich dank eines Herrn, dass das Wort Berg eben als „Berg, der“ verzeichnet wird. Außer der Serles. Die sei der „einzige“ Bergname, der durch ein feminines Genus unterschieden wird. Das hieß: praktisch ganz viele Gipfelnamen seien maskulin außer in einem Fall, außer dem Berg, der sich an die Dolomiten – wo ich geboren und gewachsen bin – wagt, zu erinnern.

Eine 2717 Meter hohe Pyramide. Ich las weiter…

Der Begriff „Sonne“ wird mit einem femininen Genus im Deutschen geknüpft. Auf Ladinisch hieß es über Jahrhunderte „Suredl“, während unser Stern als „soróio“ in Anpezo-Cortina d’Ampezzo übertragen wird. In aller Klarheit, stammen „soróio“ und „suredl“ aus der gleichen Wurzel und zwar der klassischen lateinischen Wurzel „sol“. „Suredl“ gab diese Einprägung und den Bezug auf die Sonne weiter, während das im 15. Jahrhundert etablierte romanische Toponym „Sörl“ die finale Form der Serles beeinflusste. Die Tafel am Serlesjöchl legte mir an jenem Tag genau diese Deutung vor. Ich nahm sie an, wie sie sich mir zeigte.

Aber fokussieren wir uns einmal auf jenen sagenumwobenen Dienstag und jenem Sommertag voller Sonne und leeren Wolken. Als Sprachmittler und Übersetzer, der sich mit einer neuen Umgebung auseinandersetzte, fand ich diesen etymologischen Fall besonders relevant.

Wie man sagen würde: „Wenn du die Art und Weise, wie du die Welt siehst, änderst, ändert sich denn auch das, was du siehst“. So bin ich diesen steilen Weg im Stubaital gegangen – vielleicht gleich schnell, wie praktisch immer, wenn ich alleine unterwegs bin. Nach ein paar Atemzügen waren es noch einige hundert Meter bis zum „Serlesjöchl“ – eine Scharte, von der man gut über Steinach am Brenner schaut. Ich sah ein Schild, das man auf den dieser Erzählung beigefügten Bilder sieht. Ich las, warum sich die Serles „Serles, die“ heißt und ein femininer Berg ist, obwohl die deutsche Grammatik dies anders vorsähe. Im Übrigen hatte Goethe sie „Hochaltar Tirols“ benannt.

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